Fräulein Julie - eine gesellschaftliche Tragikomödie um Liebe und Konventionen

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Das Kammerspiel handelt von der jungen adeligen Julie und ihrem Diener Jean sowie ihrem Verhalten und Verhältnis zueinander während einer Mittsommernacht und am darauffolgenden Morgen. Es spielt im Jahre 1894 in der Küche des Herrensitzes von Julies Vater in einer kleinen Stadt in Schweden und behandelt Klassenunterschiede, den Geschlechterkampf sowie Liebe und Lust.

Julie versucht, ihrem durch gesellschaftliche Normen geprägten Dasein zu entfliehen und etwas Spaß zu haben, indem sie auf dem jährlichen Mittsommerfest mit der Dienerschaft tanzt. Dort fühlt sie sich zum älteren Diener Jean hingezogen, der in der Welt herumgekommen ist und sowohl gut erzogen als auch gebildet ist. Jeans Verlobte, die Köchen Kristin, hält sich auch des Öfteren in der Küche auf und schläft dort, während sich Julie und Jean unterhalten.

Die Handlung thematisiert die unterschiedlichen Machtpositionen. Während Fräulein Julie über Jean steht, da sie der Oberklasse angehört und eine Dame ist, übt Jean durch seine Männlichkeit Macht über Julie aus. Julies Vater, der Graf, übt kraft seiner Rolle als Vater, Adliger und Arbeitgeber sowohl über Julie als auch über Jean Macht aus, obwohl er nie in Erscheinung tritt.

Während der Nacht entwickelt sich das anfängliche Flirten zwischen Julie und Jean zu einer vollendeten Liebesbeziehung. Im Laufe der Handlung kämpfen beide darum, die Situation unter Kontrolle zu bringen und ihr gegenseitiges Verlangen zu ignorieren...

Der Autor - August Strindberg

Strindberg entstammt einer verarmten schwedischen Patrizier-Familie. Seine Mutter war eine ehemalige Magd und Kellnerin. Sie starb früh und der Vater heiratete wieder. Kindheit und Jugend waren hart und düster. In Uppsala studierte Strindberg Ästhetik und neuere Sprachen, begann ein Medizinstudium ebenso erfolglos wie eine Ausbildung zum Schauspieler.

Nach diesen Studien arbeitete er als Journalist. 1877 heiratete er die Schauspielerin Siri von Essen und gründete mit ihr sein erstes Theater in Kopenhagen. Diese Ehe wurde bereits 1891 geschieden. In Berlin heiratete er dann die Österreicherin Frida Uhl. Doch auch diese Ehe wurde nach wenigen Jahren beendet. Eine dritte Ehe mit der norwegischen Schauspielerin Harriet Bosse war ebenfalls nur von kurzer Dauer.

Narzisstisch, verbittert und durch seine unbegründeten Minderwertigkeitskomplexe ständig im Kampf mit seinen Mitmenschen, vor allem mit den Frauen, hatte er den Ruf eines Frauenhassers erworben.

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Pressestimmen

Pressekritik Julie

Starnberger Merkur vom 20. Mai 2014